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Besitztümer und Verbreitung der Familie
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Besitz
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von
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bis
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Schlammersdorf
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1300
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1430
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Hopfenohe
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1460
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1767
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Burg
Grub/Krummennaab
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1420
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1620
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Sassanfahrt
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1600
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1786
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Plankenfels/Plankenstein
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1649
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1786
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Wadendorf
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1650
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1786
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Unterleinleiter
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1674
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1689
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Schloss Plankenfels in der fränkischen
Schweiz
Blick von der Dorfseite, Nordflügel mit Schlossportal und
Glockenturm
Die Gemeinde Plankenfels liegt am Eingang zur Fränkischen
Schweiz und ist nachweisbar als Grenzgebung zwischen dem bischöflichen
Bamberg und dem Kulmbach-Bayreuther Gebiet entstanden. An der Westseite
des Dorfes, 396 m hoch über dem Wiesenttal erhebt sich das Schloss
Plankenfels.
1649 erwarb Wilhelm Friedrich von Schlammersdorff das Rittergut
Plankenfels von Gerhard Christoph von Lüschwitz. Der Entwurf des
Kaufvertrages vom 10. Januar 1649 ist noch vorhanden. Die Belehnung des
Friedrich Wilhelm erfolgte am 13. Mai 1656 unter gleichzeitiger
Mitbelehnung seiner vier Vettern Hans Peter, Hans Ernst, Hans Friedrich
und Hans Gottfried. Die weitern Inhaber des Lehens Plankenfels sind:
1676 Hans Peter von Schlammersdorff, der Sohn Hans Gottfrieds. 1685 Friedrich Julius und Christian Wilhelm von Schlammersdorff nach dem
Tode ihres Vaters Hans Peter. 1708 Friedrich Julius von Schlammersdorff nach Erreichung der Volljährigkeit,
zugleich auch im Namen seines abwesenden Bruders. 1712 Friedrich Julius von Schlammersdorff allein nach dem Tode seines
Bruders. 1722 die noch unmündigen Söhne des verstorbenen Friedrich Julius nämlich
Siegfried Christoph Ludwig und Ludwig Alexander durch ihren Vormund
Georg Christoph von Varell. 1729 die beiden obengenannten Brueder nach dem Erreichen der Volljährigkeit.
1737 Siegfried Christoph Ludwig, Hofjunker zu Bayreuth, nach dem Tode
seines Bruders. 1764 und 1771 Siegfried Christoph Ludwig, zuletzt Kammerherr in
Bayreuth, war der letzte Angehörige der Linie der von Schlammersdorff
zu Plankenfels.
Siegfried Christoph Ludwig hat durch einen Umbau versucht der
mittelalterlichen Burg eine barocke Schauseite zu geben. Dieser Absicht
verdankt der Zwischenbau - früher offenbar nur Wehrgang - seine
Entstehung. Durch seinen Ausbau wurde der Eindruck eines dreiflügeligen
Schlossgebäudes vermittelt.
Das am Schlossportal befindliche Wappen enthält die Jahreszahl 1744
des Umbaus und die Initialen Siegfried Christoph Ludwig von
Schlammersdorff (SCLVS) der wahrscheinlich auch der Schöpfer des
Barockgartens ist, der auf dem Urkataster von 1850 noch eingezeichnet
ist.
Nach seinem Tode wurde der brandenburgische Kammerherr Karl Georg
Christoph Ernst von Schlammersdorff zusammen mit seinem Neffen Ernst
Karl Freiherr von Schlammersdorff 1778 mit dem Anwesen belehnt. 1786
wurde Plankenfels aus dem Lehensverband gelöst und Karl Georg Christoph
Ernst von Schlammersdorff, Generaladjutant bei Markgraf Alexander von
Ansbach-Bayreuth, und seinem Bruder dem preusischen Kapitän Christian
Friedrich von Schlammerdorff als freies Eigen überlassen.
Karl Georg Christoph Ernst von Schlammersdorff, der mit der Verwaltung
des markgräflichen Militärs angeblich ebenso überfordert war wie mit
der Verwaltung seines eigenen Vermögens, verkaufte die
Schlammersdorffschen Besitztümer (Plankenfels, Wadendorf und
Plankenstein) 1786 an die Freifrau Sophie von Egloffstein.
Schloss Truppach in der fränkischen
Schweiz

Das heutige Schloss Truppach ist ein
zweigeschossiger verputzter Bau aus Bruchsteinmauerwerk von rechteckigem
Grundriss, offenbar auf den Grundmauern des 1523 zerstörten Hauptgebäudes
errichtet. Es trägt ein Mansardendach aus Schiefer. An den früheren
Wehrbau erinnert noch der hochgelegene Eingang. Über dem Portal ist ein
Allianzwappen Vietinghoff-Schlammersdorff mit der Jahreszahl 1793
eingelassen, das sich daher erklären lässt, dass die Gattin des
Friedrich von Vietinghoff , der das Schloss und Rittergut Truppach 1792
erwarb, eine geborene von Schlammersdorff war.
Burg Wadendorf (Plankenfels) in der fränkischen
Schweiz

Der kleinere der beiden Rundtürme der
Burg Wadendorf mit Burggebäude


Die Burg Wadendorf liegt 1,5 km nördlich
von Plankenfels im Wiesenttal auf einem kleinen Hügel.Es handelt sich
um eine spätmittelalterliche Burgenanlage. Das erste Mal erwähnt wird
der Name Wadendorf im Jahre 1427. Die Burg wurde im Bauernkrieg
niedergebrannt und im DreißigjährigenKrieg zerstört aber jeweils
wieder aufgebaut.
Im Jahre 1650 wurde das Burggut von Eva von Schlammersdorff, geborene
von Wiesenthau der Witwe des Balthasar Jacob von Schlammersdorff,
erworben. Sie kaufte den Sitz für Ihren Sohn Wilhelm Friedrich von
Schlammersdorff auf Hopfenohe und Plankenfels. Nach dem gewaltsamen Tode
des Wilhelm Friedrich sind seine Vettern Hans Peter, Hans Ernst und Hans
Heinrich Lehensinhaber von Wadendorf.
Die weiteren Besitzer waren Johann Peter und Johann Ernst in eigener
Person und dann als Beauftragte der Witwe Eva Susanna von
Schlammersdorff auf Sassanfahrt und Ippesheim als Vormund ihrer Söhne
Wilhelm Ludwig, Friedrich Karl, und Ludwig Georg Christoph. Ihre
Belehnung erfolgte 1684.
1685 wurde Maria Dorothea von Schlammersdorff, Witwe, als Bevollmächtigte
ihrer Söhne Friedrich Julius und Christian Wilhelm mit Wadendorf
belehnt, ebenso 1698 und gleichzeitig auch die Witwe Eva Susanna als
Vormund ihres Sohnes Ludwig Georg Christoph sowie die Vormünder des
Johann Heinrich von Schlammersdorff auf Trebitz.
Eine weitere Belehnung erstreckte sich auf Friedrich Julius von
Schlammersdorff zu Plankenfels für sich, dann im Namen des Christian
Wilhelm zu Plankenfels, des Ludwig Georg Christoph zu Sassanfahrt und
des Johann Heinrich auf Trebitz 1701. Wie zu sehen ist, hatten mehrere
Teile der Familie von Schlammersdorff Anteil an Wadendorf.
Die letzten Schlammersdorffer auf Wadendorf waren die Söhne des zu
Beginn des vierten Lebensjahrzehntes verstorbenen Friedrich Julius von
Schlammersdorff, nämlich Siegfried Christoph Ludwig und sein Bruder
Ludwig Alexander, der bereits 1737 verstorben war. Siegfried Christoph
Ludwig wurde 1754 und 1758 mit Wadendorf belehnt.
Verkauft wurde Wadendorf, ebenso wie Plankenfels und Plankenstein, vom
Ansbacher Generaladjutant Karl Georg Christoph Ernst Freiherr von
Schlammersdorff an die Freifrau Sophie von Egloffstein im Jahre 1786.
Schloss Unterleinleiter in der fränkischen
Schweiz

1674 erwarb Wilhelm Friedrich von
Schlammersdorff zu Plankenfels, Hopfenohe und Wadendorf das freieigene
Rittergut von Heinrich von Wechmar. Der neue Besitzer hatte 1652 Amalia
Katharina von Künßberg in Wadendorf geheiratet. Das Allianzwappen der
von Schlammersdorff-Künßberg ist auf der Hofseite des Nordflügels in
die Mauer eingelassen.
Schon 2 Jahre nach der Erwerbung des Schlosses war Amalia Katharina
Witwe. Ihr Gatte Wilhelm Friedrich von Schlammersdorff wurde am 25.
August 1674 zwischen Wüstenstein und Draisendorf von Räubern ermordet.
Seine Beisetzung fand in der Kirche zu Unterleinleiter statt.
Durch Testament der Amalia Katharina ging das Rittergut im Jahre 1689 an
die Familie von Lüchau.
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